Die zwölf Geschworenen

 

 

 

Am Ende eines Mordprozesses beraten zwölf Geschworene über das Urteil, das einstimmig gefasst werden muss. Der Schuldspruch gegen den 19 - jährigen Angeklagten , der seinen Vater mit einem Dolch umgebracht haben soll, scheint klar. Die Zeugenaussagen sind eindeutig, die Beweismittel erdrückend. Nur ein Geschworener äussert Zweifel und ist nicht bereit, den Angeklagten ohne Diskussion zum Tod zu verurteilen. Mit Fragen, Gewissensappellen und Beweisen entkräftet er die zumeist von Vorurteilen und Gleichgültigkeit geprägten Argumente der Jasager. Es entsteht ein Kampf unter den Geschworenen auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Der anfänglich eindeutig erscheinende Gerichtsfall erweist sich aber als wesentlich komplexer als erwartet.

 


„Die 12 Geschworenen“, 1957 von Sidney Lumet verfilmt und für drei Oscars nominiert, basiert auf einem authentischen Fall. Es ist ein packendes Stück über menschliches Rollenverhalten, aber auch ein Drama zum Staunen und Schmunzeln. Die Geschichte könnte sich irgendwo auf der Welt zutragen – unabhängig davon, ob es in jenem Land ein Geschworenengericht gibt oder nicht.

 

 

 

Der Autor – Reginald Rose

 

 

 

Reginald Rose ( 10. Dezember 1920, † 19. April 2002 ) besuchte in New York das City College, legte jedoch keine Abschlussprüfung ab. Er arbeitete in verschiedenen Berufen, war Lagerverwalter und kaufmännischer Angestellter. 1951 begann er für den US - Sender CBS zu schreiben. Mit „Twelve Angry Men“ ( Die zwölf Geschworenen ) gelang ihm 1954 der Durchbruch.

 

1958 dramatisierte der deutsche Schriftsteller, Horst Budjuhn eine Bühnenversion. Im Jahre 1965 folgte von Reginald Rose die eigene, englische Bühnenfassung.